Die Erna-Schlüter-Gesellschaft

Die Sängerin Erna Schlüter steht Pate für die Namenswahl. Sie fühlte sich zeitlebens mit ihrer Heimatstadt Oldenburg aufs engste verbunden. Davon zeugen nicht zuletzt ihre vielen Gastauftritte am Oldenburger Landestheater und späteren Oldenburgischen Staatstheater. Geboren wurde sie ganz in der Nähe des historischen Theatergebäudes, das der ehemalige Großherzog Nikolaus Friedrich Peter errichten ließ. Am Geburtshaus in der Gaststraße erinnert die Erna-Schlüter-Gesellschaft mit einer Plakette an die Sängerin. Hier soll sie auch entdeckt worden sein, als ihre erste Gesangslehrerin Cilla Tolli – eine Mezzosopranistin, die 1870 in Oldenburg geboren wurde – sie beim Fegen des Gehwegs singen hörte und ihre Stimme zu schade fand für diese Arbeit. In  diesem Moment entschied sich ihr zukünftiger Weg von Oldenburg in die Welt und an die großen Opernhäuser. Doch sie vergaß ihre Wurzeln nie und steht bei Oldenburger Musikfreunden, die sie noch auf der Bühne erleben konnten, in begeisterter Erinnerung.

 Zu ihrem hundertsten Geburtstag 2004 schrieb zum Beispiel der Oldenburger Dr. Dr. Ummo Francksen:

„1951 war für mich Erna Schlüters Auftritt als Elektra in der gleichnamigen Strauss-Oper in Oldenburg ein außergewöhnliches Erlebnis. In dieser Rolle hatte sie bereits an vielen Häusern Triumphe gefeiert, nun auch in Oldenburg. Am Schluss der Oper verfiel Elektra im Triumph über die gelungene Rache an ihrer Mutter Klytämnestra in höchster Ekstase in einen dramatischen Stampftanz, der die Bühne erbeben ließ, und brach leblos zusammen. Das Publikum blieb wie gelähmt stumm unter dem Eindruck, die Sängerin würde sich nie wieder erheben können. Endlich hob der Vorhang sich, und die Sängerin konnte den tosenden Beifall entgegennehmen.“
Die Symbiose aus gesanglicher Kraft, sensibler Differenzierung und beeindruckender Fähigkeit zur charakterlichen Darstellung einer Opernfigur zeichnete Erna Schlüter aus. Nach dem krankheitsbedingten Ende ihrer Karriere widmete sie sich als Gesangslehrerin dem Opernnachwuchs. Auch hier wurde sie für ihre Schülerinnen und Schüler zur bleibenden Erinnerung. Die Erna-Schlüter-Gesellschaft greift diese Verbindung aus Erfahrung und Förderung auf. Sie möchte Oldenburger Bürgern, Firmen und Institutionen die Gelegenheit geben, die musikalische Entwicklung junger Musikerinnen und Musiker, die wichtige Arbeit des Oldenburgishen Staatstheaters und die Konzerttätigkeit im Oldenburger Land zu fördern.

Im Ahasvera Verlag Neuss erschien 1989 das Buch mit dem Titel „Dem Vergessen entgegen. Frauen in der Geistesgeschichte Düsseldorfs“ (ISBN 3-927720-01-1). Das Buch enthält einen Kurzbeitrag über das Wirken Erna Schlüters in Düsseldorf. Der Isensee Verlag in Oldenburg veröffentlichte 1998 das Buch „..., die Oldenburg ihre Heimat nannten“ (ISBN 3-89598-578-3). Die Autorin Annedore Hummerich gibt einen Überblick über das Leben Erna Schlüters (Seiten 53 bis 57). Beide Veröffentlichungen sind derzeit nur noch im Buchantiquariat erhältlich.

Ein Ziel der Schlüter-Gesellschaft konnte zum Beispiel mit der Veröffentlichung des Buches „Die Heldin großer Opern“ von Marlene Warmer verwirklicht werden. Das Buch erschien im Isensee-Verlag. Als besondere Zugabe ist eine CD beigelegt, die Erna Schlüters Stimme in Auszügen aus den Opern Lohengrin, Elektra, Tristan und Isolde, Fidelio, Oberon und Rienzi dokumentiert.
Im Isensee-Verlag erschien auch Günter Alvenslebens Buch„Einzigartiges Oldenburger Land“ mit Fotos und einem kurzen Beitrag über Erna Schlüter.




Ziele der Gesellschaft (pdf, 100 kb)


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